Bereits zum dritten Mal suchte der Vorstand von SPD 60 plus im Kreisverband Rhein-Neckar das Gespräch mit dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Helmut Beck, um sich über aktuelle politische Themen im Rhein-Neckar-Kreis informieren zu lassen.
Bereits zum dritten Mal suchte der Vorstand von SPD 60 plus im Kreisverband Rhein-Neckar das Gespräch mit dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Helmut Beck, um sich über aktuelle politische Themen im Rhein-Neckar-Kreis informieren zu lassen.
Helmut Beck, seit 22 Jahren Vorsitzender der Kreistagsfraktion, verstand es wieder souverän, über wichtige Themen zu referieren. Als erstes sprach er den von ihm initiierten und entwickelten Kinderschutznotruf an, der inzwischen weit über den Rhein-Neckar-Kreis hinaus Beachtung findet. Der Notruf ist eine einmalige bedeutungsvolle Initiative vor dem Hintergrund, dass häufig für Kinder in Not Hilfe zu spät kommt, weil Menschen im Umfeld sich nicht zu reagieren trauen oder nicht wissen, wie sie reagieren sollen. Unter dem Motto „nicht wegschauen – anrufen“ wurde im ganzen Kreisgebiet der Notruf installiert, der rund um die Uhr erreichbar ist. Als Rufnummer wurde die 112 gewählt, die gleiche Nummer wie bei der Brandmeldung. Die Anrufe werden Tag und Nacht bei der Rettungsleitstelle in Ladenburg entgegen genommen und von dort unmittelbar an einen ebenfalls rund um die Uhr zu Verfügung stehenden Bereitschaftsdienst beim Kreisjugendamt weiter geleitet. Dort wird ein qualifizierter Mitarbeiter die jeweils notwendigen Schritte veranlassen. Ein genialer Weg, wie über eine bundesweit bekannte Notrufnummer ohne bürokratische Hürden schnell Hilfe in Gang gebracht werden kann. Eine Einrichtung, auf die Helmut Beck mit Recht stolz sein kann.
Als weiteres Thema sprach Beck das Thema „Essensgelder“ an. Hier wird auf Initiative der SPD-Fraktion mit dem Beginn des Schuljahres 2008/09 für Schüler, die Sozialleistungen nach Hartz IV beziehen, auf die Erhebung eines Essensgeldes verzichtet. In diesen Genuss kommen u.a. Schülerinnen und Schüler der Maria-Montessori-Schule in Weinheim, der Martinschule in Ladenburg, der Steinsbergschule in Sinsheim und der Comeniusschule in Schwetzingen. Aus Datenschutzgründen muss die Befreiung allerdings von den Eltern der Schüler beantragt werden.
Des weiteren wurde über die in der Pflegereform geforderten Beratungsstellen gesprochen: Bezogen auf den Rhein-Neckar-Kreis herrscht hier nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden kein zusätzlicher Bedarf. Beck kündigte einen Pflegeatlas an, der von Kreis erstellt wird.
Auf Nachfrage aus dem Vorstand zur behindertengerechten Ausstattung der Fahrzeuge im ÖPNV erläuterte Beck, dass ein gesonderter Kreis von Personen damit betraut sei, diese Standards bei den Bussen des ÖPNV zu prüfen. Zu diesem Thema konnte Beck eine Reihe Anregungen mitnehmen.
Auf den Haushalt angesprochen freute sich der Fraktionsvorsitzende, dass in den letzten Jahren eine Reduzierung der Schulden gelungen sei und dass man alles daran setze, diese Politik weiter zu verfolgen.
Christel Masseck vom Kreisvorstand von 60 plus dankte Helmut Beck für das ausführliche und informative Gespräch und schließlich gab man dem Fraktionsvorsitzenden noch einige Anregungen für seine Arbeit mit auf den Weg.
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